Treibhausgasminderung durch mehr Wirtschaftsdünger fördern

Treibhausgasminderung durch mehr Wirtschaftsdünger fördern

Eine neue Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) soll die Treibhausgasminderung in der deutschen Landwirtschaft gezielt fördern. Das Ministerium unterstützt damit Biogasanlagenbetreiber mit einem finanziellen Zuschuss, um den Anteil der Vergärung von Wirtschaftsdüngern in Deutschland zu erhöhen. Bis zu 200.00 Euro werden je Unternehmen und Investitionsvorhaben vom Bund gefördert. Das ist ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft.

 

Mit der Tönnies Nährstoffstrategie plädieren wir dafür, den Einsatz von Künstdünger in der Landwirtschaft zu reduzieren. Kunstdünger ist erdölbasiert, wird energetisch aufwändig hergestellt und sorgt für bodenschädigenden Stickstoff-Überschuss. Deshalb fördern wir moderne Aufbereitungs-Techniken und die Weiterverarbeitung von Gülle und Mist zu dosierbarem Dünger. Die am Dienstag vom BMEL veröffentlichte „Richtlinie zur Förderung von Investitionen in emissionsmindernde Maßnahmen bei der Vergärung von Wirtschaftsdüngern“ bietet positive Anreize für Landwirte verstärkt auf Wirtschaftsdünger umzusteigen.

 

Durch den Einsatz von Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen können derzeit rund 1,5 Mio. t CO eingespart werden. Das macht etwa 30 Prozent des bisher in Deutschland anfallenden Wirtschaftsdüngers aus, der in Energie umgewandelt wird.

 

Die Pressemitteilung des Bundesministeriums zur Förderung der Treibhausgasminderung finden Sie unter https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/15-treibhausgasminderung.html.