Zukunftskommission Landwirtschaft pocht auf die Umsetzung ihrer Ergebnisse

Zukunftskommission Landwirtschaft pocht auf die Umsetzung ihrer Ergebnisse

Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) hat in den letzten Jahren intensiv über Möglichkeiten und Veränderungen der Nutztierhaltung diskutiert. Mit dem vorgelegten Abschlussbericht ist die Arbeit der Kommission offiziell beendet. Nun fordern Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), und Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), die vorliegenden Ergebnisse auch unter der neuen Bundesregierung zur Umsetzung zu bringen. „Wir als Tönnies Unternehmensgruppe sehen eine Chance in der Arbeit und den Ergebnissen der ZKL“, sagt Thomas Dosch, der für die Themen Politik und Nachhaltigkeit bei Tönnies zuständig ist. „Um die Interessen unserer Landwirte für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft zu unterstützen, bringen wir ihre Interessen als einer der größten Lebensmittelproduzenten Deutschlands in die Politik ein“, sagt er weiter.

 

Beim Kolloquium der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) betonten DBV, Nabu und DLG die Wichtigkeit einer raschen Umsetzung. „Wir haben keine Zeit, noch zehn Jahre Papiere zu schreiben“, sagte NABU-Präsident Krüger und bezog sich dabei auch auf die Probleme in der Artenvielfalt und dem Klimawandel. „Wir brauchen Beispielprojekte, wie die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz vor Ort funktionieren kann.“  Der Koalitionsvertrag würde laut Krüger Chancen bieten, um die offenen Probleme konkret anzugehen. Schwarz wiederum sieht die Frage der Finanzierung im Koalitionsvertrag für zentral. Aus den Ergebnissen der ZKL ließe sich ableiten, dass die Aufgabe der Transformation eine gesamtgesellschaftliche sei und allen sei klar, dass die landwirtschaftlichen Betriebe dabei Geld verdienen müssen.