Der Besuch von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer am Donnerstag bei der Premium Food Group in Rheda-Wiedenbrück sendet ein klares Signal an die deutsche Schweinehaltung: Die Reaktivierung wichtiger Exportmärkte hat für die Bundesregierung hohe Priorität.
Für die Landwirtschaft ist das von großer Bedeutung. Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind zahlreiche Drittlandsmärkte für deutsches Schweinefleisch geschlossen. Dabei sind diese Märkte unverzichtbar, um das gesamte Tier wertschöpfend vermarkten zu können. Teilstücke, die in Deutschland kaum nachgefragt werden, erzielen dort eine hohe Wertschätzung und schaffen zusätzliche Erlöse für die gesamte Wertschöpfungskette. Das wiederum sorgt für Stabilität im deutschen Markt, den vor allem die Landwirtschaft benötigt.
Minister Rainer bekräftigte bei seinem Besuch, dass er die 2025 vorgestellte Exportstrategie weiter vorantreiben will. Gleichzeitig soll der Bürokratieabbau vorangetrieben werden. Beides sind wichtige Voraussetzungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zu stärken.
Für Tönnies ist klar: Deutschland bleibt der wichtigste Absatzmarkt. Gleichzeitig brauchen Landwirte funktionierende Exportmöglichkeiten, verlässliche politische Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für Investitionen in die Zukunft ihrer Betriebe. Die Reaktivierung der ASP-bedingt geschlossenen Märkte wäre dafür ein wichtiger Schritt. Der Besuch des Ministers in Rheda und das klare Bekenntnis untermauern die Wichtigkeit.