Agrarminister Rainer erzielt Fortschritte in Japan und China

Die Premium Food Group ist aktuell Teil der hochrangigen Wirtschaftsdelegation, die Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf seiner Asienreise nach Japan und China begleitet. Das gemeinsame Ziel von Politik und Wirtschaft: Die Wiederöffnung dieser zentralen Exportmärkte für deutsches Schweinefleisch nach den ASP-bedingten Importstopps.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat auf seiner aktuellen Asienreise wichtige Weichen für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft gestellt. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche in Tokio und Peking standen insbesondere die Perspektiven für eine Wiederöffnung zentraler Exportmärkte für deutsches Schweinefleisch sowie die Vertiefung der bestehenden Handelsbeziehungen. Nach den Importstopps infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gehören China und Japan weiterhin zu den bedeutendsten Drittlandsmärkten für die heimische Fleischwirtschaft.

Bereits in Tokio konnten erste konkrete Fortschritte erzielt werden. Deutschland und Japan vereinbarten, den wissenschaftlichen Austausch zur Regionalisierung im Zusammenhang mit der ASP intensiv voranzutreiben. Ziel ist es, Exportmöglichkeiten für wärmebehandeltes Schweinefleisch zeitnah wieder zu eröffnen und die Marktbedingungen für deutsche Anbieter nachhaltig zu verbessern. Im Anschluss daran setzte Rainer die Gespräche in Peking fort, wo gemeinsam mit dem chinesischen Landwirtschaftsministerium ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde. Dieses sieht vor, die Zusammenarbeit im Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum zu verlängern und das Zentrum künftig deutlich stärker auf Handels- und Marktzugangsfragen auszurichten. Für die deutsche Agrarwirtschaft wird dies als ein entscheidender Schritt gewertet, um Perspektiven für eine Wiederaufnahme der Exporte nach China zu schaffen.

Begleitet wurde die Ministerreise von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, der unter anderem Clemens Tönnies, Geschäftsführender Gesellschafter der Premium Food Group, angehörte. Die Teilnahme der Wirtschaft unterstreicht den gemeinsamen Ansatz von Politik und Branche, internationale Märkte aktiv zu gestalten. Starke Exportmärkte sind für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft von großer Bedeutung, da sie zusätzliche Wertschöpfung entlang der gesamten Kette – von den landwirtschaftlichen Betrieben bis zur Lebensmittelindustrie – generieren. Gerade in der Fleischwirtschaft tragen internationale Absatzmärkte dazu bei, alle Teilstücke des Tieres bestmöglich zu vermarkten und damit die wirtschaftliche Basis der Branche zu stärken.

Für die Premium Food Group gilt dabei weiterhin eine klare strategische Priorität: Deutschland bleibt der wichtigste Kernmarkt. Hier liegen die Wurzeln des Unternehmens und hier befinden sich die zentralen Kundenbeziehungen. Gleichzeitig leisten stabile Exportmärkte jedoch einen unverzichtbaren Beitrag, um heimische Marktschwankungen auszugleichen und die Wertschöpfung in Deutschland langfristig und nachhaltig abzusichern. Der direkte Austausch mit den Partnern in China und Japan bot der Delegation somit eine ideale Plattform, um bestehende Kontakte zu vertiefen, zukünftige Kooperationsfelder auszuloten und den Zugang für deutsche Qualitätsprodukte langfristig zu sichern.

Foto: BMLEH