Die Premium Food Group hat den CO₂-Fußabdruck ihres Schweinefleisches neu berechnen lassen – mit einem deutlichen Ergebnis: Der tatsächliche Emissionswert liegt 28 Prozent niedriger als bislang angenommen. Grundlage sind erstmals umfassende und aktuelle Primärdaten aus der Klimaplattform Fleisch, die ein präzises und transparentes Bild der realen landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen ermöglichen.
„Bisherige Werte basierten häufig auf mehrere Jahre alten Daten aus internationalen Sekundärdatenbanken – und zeigten nicht die tatsächlichen Fortschritte, die unsere Landwirtschaft längst erreicht hat“, erklärt Dr. Gereon Schulze Althoff (Foto), Leiter Nachhaltigkeit bei der Premium Food Group. „Mit der Klimaplattform nutzen wir erstmals exakte Realbetriebsdaten unserer Lieferanten. Das macht die neue Berechnung nicht nur präziser, sondern bildet die tatsächlichen Verbesserungen der letzten Jahre realistisch ab.“
Die aktualisierte Berechnung entstand in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsberatung Sustainable AG und wird aktuell von der DEKRA unabhängig zertifiziert. Schon jetzt ist klar: Statt 4,15 CO₂-Äquivalenten pro Kilogramm Schweinefleisch weist die neue Berechnung für das Jahr 2025 einen Wert von 3,03 CO₂-Äquivalenten/kg aus. Knapp die Hälfte der Reduktion lässt sich auf eine deutlich genauere Erfassung der Lieferkette für Soja zurückführen – insbesondere auf die systematische Umstellung hin zu entwaldungsfreien Futtermittelquellen.
„Sicher entwaldungsfreies Soja hat erheblich niedrigere Emissionen. In Kombination mit der flächendeckenden Einführung N/P-reduzierter Fütterung, Verbesserungen in Tiergesundheit und Tierzucht sowie optimierter Güllewirtschaft sehen wir eine klare, faktenbasierte Trendwende“, so Schulze Althoff.
Mit der jährlichen Aktualisierung der Daten schafft die Premium Food Group eine neue Qualität der Transparenz entlang der Lieferkette. Landwirtschaftliche Betriebe erhalten konkrete Hinweise zu Emissionsquellen und können ihre Klimaleistungen künftig bei Banken, Handelspartnern oder Förderprogrammen sichtbar machen. „Die Kombination aus wissenschaftlich fundierter Methodik und echten Betriebsdaten bedeutet für unsere Branche einen Quantensprung. Wir können nun transparent zeigen, dass moderne Schweinehaltung in Deutschland deutlich klimafreundlicher ist, als häufig angenommen wird“, betont Schulze Althoff. Damit gewinnt die Debatte um nachhaltige Ernährung wichtige neue Fakten: „Verbraucherinnen und Verbraucher können Schweinefleisch mit gutem Gewissen essen. Die Entwicklungen der letzten Jahre – von Futtermittelinnovationen bis hin zu effizienteren Produktionssystemen – zeigen klar: Die Schweinehaltung in Deutschland ist Teil der Lösung für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung.“