Exportförderung wird Chefsache im Bundesministerium

Alois Rainer (CSU), Bundesminister fuer Landwirtschaft, Ernaehrung und Heimat, posiert fuer ein Foto. Berlin, 23.06.2025. Fotografiert im Auftrag des Bundesministerium fuer Ernaehrung und Landwirtschaft Foto: BMLEH (Thomas Trutschel)

Bundesminister Alois Rainer hat in dieser Woche die Agrarexportstrategie des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) vorgestellt. Damit wolle man insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft dabei unterstützen, bestehende Exportmärkte zu festigen und neue Märkte zu erschließen, sagt Rainer. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig gestärkt und Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden.

Kernpunkte der neuen Strategie des BMLEH sind die Einrichtung eines Drittland-Chief-Veterinary-Officers, eine engere Kooperation mit der Wirtschaft bei der Markterschließung sowie eine Stärkung der Exportunterstützung durch BMLEH-Referenten an deutschen Auslandsvertretungen.

„Die Strategie setzt klare Impulse: mehr Kooperation und ein gemeinsames Verständnis für die Chancen internationaler Märkte“, betont Dr. Gereon Schulze Althoff, Mitglied der Geschäftsleitung der Premium Food Group. „Ein starker Export sichert nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit, sondern ermöglicht in der Fleischwirtschaft auch eine ganzheitliche Vermarktung des Tieres.“ Das schaffe Wertschöpfung und eröffne Spielräume für Investitionen in Innovationen auf den Höfen – von Tierwohl über Nachhaltigkeit bis hin zu moderner Technik.

Auch der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) würdigt die vorgestellte Exportstrategie des Bundesministeriums als entscheidenden Schritt. „Es ist gut und wichtig, dass Bundesminister Alois Rainer das Thema zur Chefsache macht“, sagt VDF-Hauptgeschäftsführer Steffen Reiter. Der Handlungsbedarf bleibe groß. Zahlreiche wichtige Märkte sind weiterhin für Fleisch und Fleischerzeugnisse aus Deutschland gesperrt. „Die neue Exportstrategie stellt die Weichen richtig, um Veterinärverhandlungen zu beschleunigen und bestehende Markthindernisse abzubauen. Wir stehen für eine enge Zusammenarbeit bereit“, so Reiter. Allein durch die Exportsperren infolge der Afrikanischen Schweinepest 2020 verliere die Branche jährlich mehr als eine Milliarde Euro an Exporterlösen.

Foto: BMLEH (Thomas Trutschel)