Wie hoch ist der Energiegehalt von Schinken? Welche Vitamine stecken in Äpfeln? Welcher Fisch enthält am meisten Jod? Wer ganz genau wissen will, was in Lebensmitteln steckt, kann den Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) zu Rate ziehen. Die jüngst umfassend überarbeitete Datenbank enthält die durchschnittlichen Nährstoffdaten und Energiegehalte von mehr als 7.000 Lebensmitteln und Gerichten. Der BLS wird vom Max Rubner-Institut (MRI) zur Verfügung gestellt und kann ab sofort kostenlos genutzt werden. Die bisherige Lizenzgebühr entfällt komplett.
Das ist einer Pressemitteilung zufolge ganz im Sinne des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer. Das Angebot hochwertiger Lebensmittel in Deutschland sei „riesig dank der hervorragenden Arbeit unserer Landwirte, der Lebensmittelhersteller und des Handels“. Man unterstütze Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, die Entscheidung für eine ausgewogene „und gerne regionale“ Ernährung gut informiert zu treffen. Der kostenlose Zugang zum Bundeslebensmittelschlüssel helfe dabei.
Der BLS ist Deutschlands nationale Nährstoffdatenbank und wurde als Standardinstrument zur Auswertung von Ernährungsstudien entwickelt. Angegeben werden nicht nur die Gehalte an Makro- und Mikronährstoffen wie Kohlenhydraten, Protein, Fett, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sondern auch Informationen zu Ballaststoffen, Fett- und Aminosäuren. Der Datenbestand wurde für die aktuelle Version um Lebensmittel ergänzt, die nicht oder kaum in der bisher üblichen Auswahl vorhanden waren, etwa Pflanzendrinks und Pseudogetreide wie Buchweizen und Quinoa. Darüber hinaus bildet der BLS auch eine große Bandbreite zusammengesetzter Gerichte ab – vom Gemüsebratling bis zum Wurstkuchen.