Mit der Politik ein Abkommen zur Regionalisierung erwirken

Oktoberfest-Stimmung mitten in Westfalen: Rund 1.000 Landwirtinnen und Landwirte waren am Donnerstagabend in Anröchte zu Gast beim traditionsreichen RWM-Abend. Die Raiffeisen Westfalen Mitte hatte die Bürgerhalle in ein festliches Ambiente verwandelt und damit den perfekten Rahmen für einen unterhaltsamen Abend geschaffen. Nach der Ansprache vom Vorstandsvorsitzenden Thomas Röper-Schültken durfte Clemens Tönnies rund eine Dreiviertelstunde zu den Gästen aus der Landwirtschaft sprechen.

„Ich habe echt mit allem gerechnet – aber nicht mit der Maul- und Klauenseuche“, gestand er gleich zu Beginn seines Vortrags. „Wir müssen jetzt gemeinsam durch dieses Tal – Sie können aber sicher sein, dass wir alles dafür tun, um gemeinsam mit der Politik ein Regionalisierungsabkommen zu erwirken“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Premium Food Group. Auch werde das Unternehmen so viele Tiere wie eben möglich abnehmen und schlachten, versprach er den Anwesenden.

Im Anschluss ging es vor allem um die Anfänge und Entwicklung des Unternehmens mit all seinen Höhen und Tiefen, den innovativen Ideen der Brüder Bernd und Clemens Tönnies – und um Fußball. Vor allem den jungen Landwirten machte Clemens Tönnies Mut. Nicht nur, dass Landwirt in seinen Augen der schönste Beruf der Welt sei („nach Metzger, versteht sich“). „Max und ich sowie unser gesamtes Team glaubt an den Produktionsstandort Deutschland und die heimische Landwirtschaft“, unterstrich er in seiner Ansprache und erntete damit zum wiederholten Male riesigen Applaus aus dem Plenum.

Tosender Applaus war auch dem zweiten Gast des Abends gewiss: Comedian Markus Krebs sorgte mit seinem Auftritt für tränende Lacher bei den 1.000 Gästen. Ein rundum gelungener Abend in einer für die gesamte Branche schwierigen Zeit.