Bis 2034 wird die weltweite Fleischproduktion um rund 17 Prozent steigen. Das geht aus einer Prognose der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hervor. Die Rindfleischerzeugung wächst auf dem Erdball demnach um 10,6 Prozent, Schweinefleisch legt um 3,6 Prozent zu. Ein Grund sei der steigende Wohlstand in Entwicklungs- und Schwellenländern, heißt es. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch steigt dem Report zufolge global bis 2034 um 0,5 Kilogramm auf knapp 29 Kilogramm, wobei das Wachstum vor allem in Asien und Afrika stattfindet.
Der EU Agricultural Outlook 2025-2035 beschreibt die erwarteten Entwicklungen in der europäischen Landwirtschaft unter stabilen politischen Rahmenbedingungen. Die EU wird ihre Selbstversorgung bei wichtigen Agrarprodukten wie Getreide, Fleisch und Milch beibehalten, während die Produktivität insgesamt langsamer wächst. Als Gründe werden Klimawandel, höhere Kosten für Betriebsmittel und die Umstellung auf nachhaltigere Produktionssysteme genannt.
Die Milchproduktion bleibt laut EU-Ausblick trotz sinkender Kuhzahlen stabil, was man auf höhere Milchleistungen und optimierte Fütterungen zurückführt. Die Nachfrage nach proteinreichen und funktionalen Milchprodukten steigt dem Report zufolge. Auch die Produktion von Käse und Molkereiprodukten wachse leicht, während sich die Exporte stärker auf hochwertige Produkte konzentrieren.
Im Pflanzenbau bleibt die Anbaufläche weitgehend stabil, mit leichten Rückgängen bei Getreide und Zuwächsen bei Eiweißpflanzen und Ölsaaten. Die Nachfrage nach Futtermitteln sinkt aufgrund geringerer Tierbestände und besserer Futtereffizienz. Bioenergie bleibt begrenzt durch regulatorische Vorgaben, während der Einsatz von Abfallölen zunimmt.
Ökologisch wird die Landwirtschaft nachhaltiger: Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2035 um rund 6 Prozent sinken. Auch der Stickstoffüberschuss und der Pestizideinsatz gehen zurück. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Tierwohl und Umweltstandards weiter. Die wirtschaftliche Perspektive zeigt: Die nominale landwirtschaftliche Produktion wächst moderat, während die Einkommen pro Arbeitskraft real leicht steigen. Größere Betriebe bleiben wirtschaftlich stabiler als kleinere, die stärker unter Kostendruck geraten.