Tönnies fordert Mitarbeit statt Pseudo-Skandalisierung

Tierschutz-Aktivisten haben am Donnerstag gegen die CO2-Betäubung bei Schweinen in Deutschland demonstriert. Dabei ketteten sich drei Aktivisten aneinander und setzten sich auf eine Zufahrt zur Verwaltung der Premium Food Group. Weitere Beteiligte hielten entsprechende Banner hoch. Der Verkehr konnte über die Ausfahrt umgeleitet werden, der Betrieb lief ohne Beeinträchtigung weiter. Der Werkschutz des Unternehmens verhinderte zudem, dass sich weitere Aktivisten, die das Gelände gestürmt hatten, Zugang zu den Dächern des Betriebs verschaffen konnten.

Das Recht zu demonstrieren ist ein hohes Gut, das wir selbstverständlich respektieren. In diesem Fall sprechen wir aber von Hausfriedensbruch und der Gefährdung von Menschenleben. Es ist für uns unverständlich, warum die Aktivisten diese Form der Pseudo-Skandalisierung wählen. Ihnen geht es darum, mit der CO2-Betäubung ein rechtskonformes und weltweit angewendetes Verfahren zu diskreditieren. Andersherum halten sie sich mit solchen Aktionen eben nicht an Recht und Gesetz. Im Gegenteil: Sie lösen damit Polizeieinsätze wie heute aus, die horrende Kosten verursachen. Dieses Geld könnte man weitaus sinnvoller in Tierschutzforschung investieren. Wir haben wie kein anderes Unternehmen in den letzten Jahren massiv in die Forschung von Alternativen und Weiterentwicklungen der Betäubung investiert und werden das auch weiter tun.

Dr. Gereon Schulze Althoff, Geschäftsführer Central Services, hat mit den Aktivisten Anna Schubert und Hendrik Haßel der „Initiative Schlachthofprozess“ vor Ort gesprochen. Er hat sie eingeladen, sich persönlich einen Einblick in den Betrieb, die hohen Standards und Abläufe sowie die Kontrollen und Videoüberwachung zu verschaffen. „Die Aktivisten sollten auf solche Aktionen verzichten und stattdessen mitarbeiten, die Betäubungsverfahren weiterzuentwickeln. Das macht Einbrüche und versteckte Kameras überflüssig. Unsere Türen stehen weit auf“, sagt Schulze Althoff.