Großer Zuspruch aus der Landwirtschaft in Süddeutschland

Großes Interesse am Montagabend in der Arena Hohenlohe in Ilshofen im Landkreis Schwäbisch Hall. Mehr als 500 Gäste waren der Einladung des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems zur Podiums-Diskussion rund um die Zukunft der süddeutschen Landwirtschaft gefolgt. Groß war auch der Rückenwind und Zuspruch, den die Premium Food Group und Gesellschafter Clemens Tönnies dabei erhielten.

„Das riesige Interesse der Landwirte zeigt, dass das Thema unter den Nägeln brennt“, sagte Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter der Premium Food Group, nach der Veranstaltung in der Arena Hohenlohe. „Unsere Familie beziehungsweise unserem Unternehmen wurde hier nochmals großes Vertrauen entgegengebracht.“

Deutlich wurde bei der Veranstaltung vor allem eines: Die heimischen Landwirtinnen und Landwirte wollen und benötigen eine schnelle
Lösung. Und die kann es nur mit der Premium Food Group geben. „Wir waren im Datenraum! Wir kennen die Standorte, wir kennen die Zahlen – und wir haben klare Strategien. Wenn wir dürfen, könnten wir morgen anfangen“, verdeutlichte Clemens Tönnies und fügte hinzu: „Wir sind bereit, zusätzlich zum Kaufpreis rund 80 bis 100 Millionen Euro in die Zukunft der Standorte und die Zukunft der Landwirtschaft im Süden zu investieren.“

Diese Investitionen in die Zukunft hat das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten in fast allen Regionen Deutschlands getätigt und unter Beweis gestellt, verlässlicher Partner der Lieferanten zu sein. Sowohl in Kempten (Allgäu), Altenburg (Thüringen), Badbergen und Sögel (beide Niedersachsen) als auch in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) wurde in die Tönnies-DNA investiert und die Standorte somit zukunftssicher aufgestellt.

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk kritisierte auf der Veranstaltung in Ilshofen die Vorgehensweise der Kartellbehörde. Die Versorgung mit Fleisch in Süddeutschland sei schon jetzt problematisch, auch aufgrund eines deutlichen Rückgangs an Schlachtkapazitäten. Es brauche daher jetzt eine klare und schnelle Entscheidung. Auch der bayrische Bauernpräsident und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands, Günther Felßner, sprach sich für regionale Tierhaltung und regionale Schlachthofstrukturen aus. „Wir brauchen eine leistungsstarke Wertschöpfungskette“, sagte er.

Zahlreiche Landwirte vor Ort nahmen die Politik in die Pflicht, jetzt eine schnelle und zukunftsfähige Lösung zu erarbeiten. „Wir sind offen für jede Lösung, die den Landwirtinnen und Landwirten in Süddeutschland hilft. Die Hängepartie für alle Beteiligten tut uns sehr leid. Wir hätten gern schon angepackt“, unterstrich Tönnies.