Die Entwicklung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 macht Mut: Die Zahl der nachgewiesenen Fälle bei Wildschweinen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen. Von Januar bis Juni diesen Jahres wurden bundesweit 623 ASP-Fälle registriert. Das entspricht einem Rückgang von rund 60 Prozent gegenüber den 1.623 Fällen im ersten Halbjahr 2025.
Die Zahlen zeigen, dass die konsequenten Bekämpfungsmaßnahmen Wirkung entfalten. Gleichzeitig bleibt das Seuchengeschehen weiterhin regional begrenzt und konzentriert sich auf einzelne Gebiete. Eine flächendeckende Ausbreitung ist nicht zu beobachten.
Besonders wichtig: Auch im Jahr 2026 wurde bislang kein ASP-Ausbruch in einem Hausschweinebestand festgestellt. Die Seuche tritt in Deutschland wenn überhaupt weiterhin ausschließlich bei Wildschweinen auf. Dies unterstreicht den Erfolg der bisherigen Präventions- und Schutzmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Schweinehaltung.
Biosicherheit bleibt der entscheidende Schutzschild
Damit diese positive Entwicklung sich fortsetzt, sind auch alle Tierhalter gefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen auf ihren Betrieben konsequent umzusetzen und regelmäßig zu überprüfen. Jeder Betrieb kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, einen Eintrag des Virus zu verhindern.
Dazu gehören insbesondere:
- strikte Hygienemaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher,
- die konsequente Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen und Geräten,
- die sichere Lagerung von Futtermitteln,
- die Vermeidung jeglichen Kontakts zwischen Haus- und Wildschweinen sowie
- die konsequente Einhaltung aller betrieblichen Biosicherheitsvorgaben