Heiße Sommertage stellen Mensch und Tier gleichermaßen vor besondere Herausforderungen. Gerade beim Transport und bei der Anlieferung von Nutztieren kommt es dann auf ein eng abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten an. Der Schutz der Tiere hat dabei höchste Priorität.
Grundsätzlich liegt die Verantwortung für den Transport der Tiere sowie die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben bei den jeweiligen Lieferbetrieben. Unabhängig davon setzt Tönnies an seinen Standorten zahlreiche Maßnahmen um, um die Belastung der Tiere während heißer Wetterlagen so gering wie möglich zu halten.
„Tierwohl bedeutet für uns, vorausschauend zu handeln und Belastungen für die Tiere konsequent zu minimieren. Gerade an heißen Sommertagen kommt es auf das Zusammenspiel aller Beteiligten an“, betont Jörg Altemeier, Leiter der Stabsstelle Tierschutz und Tiergesundheit bei Tönnies.
Anlieferungen in den kühleren Tagesstunden
In enger Abstimmung mit den zuständigen Veterinärbehörden können Schlacht- und damit auch Anlieferzeiten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Dadurch lassen sich hohe Temperaturen während des Transports und der Anlieferung vermeiden.
Zusätzlich arbeiten die Standorte mit festen Anlieferzeitfenstern. Diese sorgen dafür, dass die Transportfahrzeuge planmäßig abgefertigt werden können und unnötige Wartezeiten vermieden werden.
Empfehlungen für den Tiertransport
Während Hitzeperioden informiert Tönnies seine Lieferanten regelmäßig über besondere Vorsichtsmaßnahmen. Hierzu gehört insbesondere die Empfehlung, die Belegung der Transportfahrzeuge zu reduzieren. Mehr Platz auf den Fahrzeugen verbessert die Luftzirkulation und trägt dazu bei, die Belastung der Tiere zu verringern.
„Bei hohen Temperaturen empfehlen wir unseren Partnern ausdrücklich, den Tieren mehr Platz auf den Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Eine gute Luftzirkulation ist ein wichtiger Beitrag zum Wohlbefinden der Tiere während des Transports“, erläutert Jörg Altemeier.
Kontrollen durch Veterinärbehörden
Bei jeder Anlieferung sind amtliche Veterinärinnen und Veterinäre vor Ort. Sie kontrollieren den Zustand der Tiere und überwachen die Einhaltung der geltenden Vorgaben. Diese unabhängigen Kontrollen stellen sicher, dass mögliche Belastungen frühzeitig erkannt und bewertet werden können.
Auch an den Standorten selbst werden verschiedene Schutzmaßnahmen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem überdachte Wartezonen, Ventilatoren sowie technische Möglichkeiten, Tiere bei Bedarf mit Wasser zu kühlen. Diese Maßnahmen werden witterungsabhängig eingesetzt und unterstützen dabei, die Tiere auch an besonders heißen Tagen bestmöglich zu versorgen.
Kurze Wege entlasten die Tiere
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die regionale Herkunft der Tiere. Der überwiegende Teil der Tiere stammt aus dem Umfeld der jeweiligen Standorte. Dadurch bleiben die Transportwege in der Regel kurz und lange Fahrzeiten können vermieden werden.
„Kurze Transportwege sind ein wichtiger Baustein für mehr Tierwohl. Die enge Zusammenarbeit mit unseren regionalen Lieferanten hilft dabei, die Belastung für die Tiere möglichst gering zu halten“, sagt Jörg Altemeier.
Gemeinsame Verantwortung für das Tierwohl
Der Schutz der Tiere bei hohen Temperaturen ist eine gemeinsame Aufgabe von Landwirten, Transportunternehmen, Veterinärbehörden und den Schlachtbetrieben. Durch abgestimmte Prozesse, technische Schutzmaßnahmen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag dazu, die Belastung der Tiere während heißer Wetterlagen so gering wie möglich zu halten.