Ernte 2026: Trockenheit setzt Betrieben zu – Politik stellt Hilfen in Aussicht

Toennies, Fotos vom 04. Mai 2022 auf dem Hof Mertens in Attendorn-Helden, Agentur: Cyrano

Die anhaltende Trockenheit hat in vielen Regionen Deutschlands deutliche Spuren auf den Feldern hinterlassen. Nach Vorstellung des Ernteberichts 2026 warnt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vor den Folgen der Wetter-Extreme für die heimische Landwirtschaft. Die diesjährige Ernte fällt regional sehr unterschiedlich aus, vielerorts liegen die Erträge jedoch spürbar unter dem langjährigen Niveau.

Angesichts der Ertragseinbußen hat die Bundesregierung Unterstützung für besonders betroffene Betriebe in Aussicht gestellt. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen die Möglichkeiten staatlicher Hilfen geprüft werden. Voraussetzung dürfte jedoch sein, dass Betriebe nachweislich außergewöhnlich starke Schäden erlitten haben.

Damit knüpft die Diskussion an frühere Dürrejahre an. Gleichzeitig wird erneut deutlich, dass Wetterextreme für die Landwirtschaft zunehmend zu einer betriebswirtschaftlichen Herausforderung werden. Viele Landwirte investieren deshalb bereits in Maßnahmen zur Risikominimierung, etwa durch angepasste Fruchtfolgen, trockenheitstolerantere Sorten oder eine Verbesserung der Bodenstruktur zur Wasserspeicherung.

Aus Sicht der Landwirtschaft zeigt der Erntebericht 2026 erneut, wie eng die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe mit den Witterungsbedingungen verknüpft ist. Während die Erntearbeiten vielerorts noch laufen, zeichnet sich bereits ab: Die Folgen des trockenen Jahres werden die Diskussionen in Politik, Landwirtschaft und Agrarmärkten noch über die kommenden Monate hinaus prägen.