Stallbaustopp in Dänemark sorgt für große Diskussionen

Dänemark plant einen grundlegenden Umbau seiner konventionellen Schweinehaltung. Die Regierung hat in dieser Woche mit sofortiger Wirkung einen vorläufigen Genehmigungsstopp für neue konventionelle Schweineställe und Erweiterungen bestehender Betriebe verhängt. Die Maßnahme soll zunächst zwölf Monate gelten und Zeit für die Erarbeitung neuer Rahmenbedingungen schaffen. Ausgenommen sind ökologische Betriebe und die Freilandhaltung.

Hintergrund dieser Entscheidung ist das Ziel, die Schweinehaltung langfristig neu auszurichten. Geplant sind unter anderem mehr Platz für die Tiere, ein Ende des routinemäßigen Schwanzkupierens und eine Abkehr von der bisherigen Ausrichtung auf den Export lebender Ferkel.

Schweinehalter in Dänemark warnen vor den Folgen für Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Kritisiert wird insbesondere, dass der Baustopp auch moderne Ställe mit verbesserter Technik und höheren Tierwohlstandards ausbremsen kann. Zudem wird moniert, dass die bisherigen Regelungen gestoppt wurden, ohne dass es eine konkrete Alternative gebe.