Neuer Kurs in Brüssel: Die EU bekennt sich zur Nutztierhaltung

Die Europäische Kommission sendet ein deutliches Signal: Die Tierhaltung wird als strategisch wichtiger Bestandteil der europäischen Landwirtschaft und der Versorgungssicherheit betrachtet. Die Europäische Kommission spricht ausdrücklich von einer „resilienten, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Nutztierhaltung“ und erkennt die zentrale Bedeutung des Sektors für ländliche Räume, Arbeitsplätze und die Lebensmittelversorgung an.

Weltweiter Fleischhunger wächst weiter

Der aktuelle OECD-FAO Agricultural Outlook 2026–2035 zeichnet ein klares Bild: Weltweit steigt die Nachfrage nach Fleisch weiter – und zwar über das gesamte kommende Jahrzehnt hinweg.

Minijobs in der Landwirtschaft: Rukwied warnt – Politik sendet erste Signale

Die Diskussion um die Zukunft der Minijobs sorgt derzeit in der Landwirtschaft für große Aufmerksamkeit. Anlass sind Vorschläge der Rentenkommission, den bisherigen Sonderstatus von Minijobs weitgehend abzuschaffen und geringfügige Beschäftigungen künftig grundsätzlich in die Sozialversicherung einzubeziehen. Ausnahmen soll es nach den Empfehlungen lediglich noch für Schülerinnen und Schüler geben. Eine endgültige politische Entscheidung ist damit allerdings noch nicht gefallen.

Mehr Tiere pro Betrieb: Entwicklung setzt sich fort

Die aktuellen Zahlen der Viehzählung zum Mai 2026 liefern eine klare Botschaft für die Schweinebranche in Deutschland: Die Strukturen verändern sich weiter – und zwar mit einer deutlichen Richtung. Während häufig der Fokus auf die sinkende Zahl der Betriebe gelegt wird, lohnt sich ein genauerer Blick auf eine andere Entwicklung: Die verbleibenden Betriebe wachsen und entwickeln sich weiter.

Bauerntag: Wirtschaftlichkeit sichern, Tierhaltung stärken, Politik muss liefern

Der Deutsche Bauerntag 2026 in Freiburg hat deutliche Signale für die Zukunft der Tierhaltung in Deutschland gesendet. Insbesondere für Schweinehalter zeigt die Veranstaltung: Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, der politische Handlungsdruck steigt – und die Branche fordert konkrete Maßnahmen statt weiterer Diskussionen.

Agrarminister Rainer erzielt Fortschritte in Japan und China

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat auf seiner aktuellen Asienreise wichtige Weichen für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft gestellt. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche in Tokio und Peking standen insbesondere die Perspektiven für eine Wiederöffnung zentraler Exportmärkte für deutsches Schweinefleisch sowie die Vertiefung der bestehenden Handelsbeziehungen.

ISN: Programm mit klarem Fokus auf den Markt

Angesichts der herausfordernden Lage richtet die ISN ihre diesjährige Mitgliederversammlung konsequent auf das Thema aus, das die Branche derzeit dominiert: den Schweinemarkt. Dazu sei das Programm gezielt gestrafft worden, teilt der Verband mit. Im Fokus stehen demnach zentrale Fragen zur aktuellen Entwicklung: Wie gestaltet sich der Schweinefleischabsatz? Welche Rolle kann eine Imagekampagne für Schweinefleisch spielen? Und warum steht der EU-Markt derzeit so stark unter Druck?

Neue Zahlen zum Tierwohl in der Milchviehhaltung

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) hat im Rahmen der Initiative „Q-Check“ die neuesten Daten des nationalen Tierwohlmonitorings für das Jahr 2026 vorgelegt. Die Ergebnisse bescheinigen der deutschen Milchviehhaltung insgesamt ein gutes und stabiles Tierwohlniveau.

Fleischwirtschaft richtet dringenden Appell an die Politik

Insbesondere Schweinefleisch bleibt mit 28,3 Kilogramm pro Kopf die mit Abstand wichtigste Fleischart in Deutschland. Für die Unternehmen der Branche sei dies ein positives Signal in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, hieß es bei der gemeinsamen Jahrestagung des Bundesverbands Deutscher Wurst- & Schinkenproduzenten (BVWS) und des Verbands der Fleischwirtschaft (VDF).